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Usbekistan
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Das Land des “weissen
Goldes”, der Rosinen, Honigmelonen und der Baumwolle liegt zwischen
dem Aralsee und den Flüssen Amu-Darja und Syr-Darja, Oxus und Jaxartes
der Antike.
Mit fast 450.000 km2 ist es grösser als Italien: Seine über
22 Mio Einwohner gehören über 100 Völkerschaften an. Staatsvolk
sind die Usbeken mit ca. 70%, welche eine Turksprache sprechen. Minderheiten
finden sich in den Städten: vor allem Tadschiken, deren Muttersprache
mit Farsi, dem afghanischen Pashto verwandt ist, und Russen. Der fliegende
Wechsel vom Usbekischen ins Tadschikische oder Russische, ist bei den
in eine multikulturelle Gesellschaft hineingeborenen Städtern die
Regel – eine der faszinierendsten Seiten des Landes. |
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| Usbekistan
ist ein junges Land, auch wenn seine Besiedlungsgeschichte bis ins frühe
Paläolithikum zurückreicht. Jung, weil es als Staat erst nach
dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion entstand, innerhalb ziemlich willkür-lich
gezogener Grenzen. Jung auch wegen der Jugend seiner Bevölkerung
(über 60% sind unter 25 Jahre alt).
Dazu ist Usbekistan heute ein Land der Gegensätze, wo sich meditierende
Derwische in den Glasfassaden von Einkaufszentren spiegeln, wo westlich
gekleidete Geschäftsleute an Tschaikanes vorübereilen, in denen
alte Männer mit Turbanen diskutieren, Grüntee schlürfen
und Domino spielen. |
Von der glanzvollen Vergangenheit
der Region erzählen vor allem die usbekischen Märchenstädte
mit den klangvollen Namen – Samarkand, Buchara, Chiwa. Städte,
die zur grossen Zeit der Seidenstrasse zu den reichsten der Welt gehörten.
Hier lag die östlichste Metropole Alexanders d. Gr., hier war die
Wiege von Tamerlans Weltreich, hier wirkten die bedeutenden islamischen
Gelehrten und Schriftsteller ibn-Sina (Avicenna), al-Buchari, al-Biruni
und Firdausi.
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