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 Die Hauptstadt von Litauen
Vilnius

 

Das Fürstentum Litauen mit seiner Hauptstadt Vilnius war während des Mittelalters eine Grossmacht - von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Von diesem "Goldenen Zeitalter" zeugen heute noch zahlreiche Baudenkmäler aus Gotik, Renaissance und Barock. Die Altstadt von Vilnius wurde 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die von Jesuiten gegründete Universität (1579) mit ihren zwölf Innenhöfen, Treffpunkt für Generationen von Studenten und die Kirche Hl. Anna (1501) stellen die grössten Sehenswürdigkeiten dar -neben Stadtpalais, Präsidentenpalast und einer Vielzahl an Denkmälern.

Trakai
In einem malerischen Seengebiet gelegen, 30km südwestlich von Vilnius bietet Trakai eine der Hauptsehens-würdigkeiten von Litauen: die einzige erhaltene gotische Wasserburg Europas. Die beeindruckende Burg mit ihren roten Backsteinbefestigungen war als Bollwerk gegen den Kreuzritterorden gedacht.
Die Stadt selbst ist sehr alt und war vor Vilnius bereits Hauptstadt des Reiches. Die Altstadt bietet mit ihren traditionellen Holzhäuschen einen malerischen Anblick.

Kaunas
Die Entstehung der zweitgrössten Stadt am Zusammenfluss von Nemunas und Neris geht ins 14. Jh. zurück, als sich hier die mächtigste Festung des Landes befand. 1441 richtete die Hanse hier ein Kontor ein. Es folgte ein rasanter Aufstieg zum wichtigsten Handelszentrums mit Westeuropa. 1920-1940 war Kaunas zeitweilig Hauptstadt Litauens.
Die sehr gut erhaltene Altstadt beherbergt viele Architektur- und Kulturdenkmäler: die Burg Kaunas, das gotische Perkunas-Haus, die Kirchen von Vytautas und der Hl. Gertrud, der „weisse Schwan“ –das Rathaus etc.
Als Meisterwerk des Hochbarocks ist das Kloster Pazaislis zu erwähnen, wo jeden Sommer die Internationalen Pažaislis-Musikfestspiele stattfinden.
Der Nationalpark Kurische Nehrung
Die sich über 50km ausdehnende Halbinsel war bis ins 16. Jh. bewaldet. Rücksichtsloses Abholzen verursachte die zerstörerische Wanderung der Sanddünen haffwärts, wobei sie einige Fischerdörfer unter sich begruben. Vor rund 200 Jahren begann die mühsame, in diesem Ausmass einmalige Errichtung eines Schutzwalles am Meer und die Aufforstung, um den Flugsand aufzuhalten.
Atemberaubende Naturbilder finden sich bei Nida, hier treffen bewaldete Dünen und Sandwüste aufeinander. Entzückend sind die vier Ortschaften von Neringa – geprägt von alten Fischerhäusern mit blauen Fensterrahmen in Nida (Nidden), Preila (Preil), Pervalka (Pervelk) und Juodkrante (Schwarzort). Die in Kiefernwäldern gelegenen, modernen Hotels und Ferienhäuser folgen diesem Stil.
Die Kurische Nehrung ist ein traumhafter Landstrich, um die Seele baumeln zu lassen, aber auch für einen Aktivurlaub. Radwege verbinden alle Ortschaften, und Nida ist ein Paradies für Segler, Wellenreiter, Drachen- und Segelflieger.
Eine der grossartigsten wie eigenartigsten Landschaften in der Welt. … und die schönste und bleibende Erinnerung ist ein bei einem Spaziergang am Strand gefundener Bernstein.

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13:16 Uhr - Montag, 06. September 2010
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